Gute Ergebnisse des BGW Betriebsbarometers bei Die Ostholsteiner

 

Motivierte und zufriedene Mitarbeitende sind Erfolgsfaktoren eines Unternehmens, gerade in der Sozialbranche. Doch wie lässt sich das erreichen?

Das „Betriebsbarometer“ der BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege) ist ein Instrument zur Mitarbeiterbefragung und dient als Ausgangspunkt zur Entwicklung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.


Im November 2013 wurde eine Befragung bei allen angestellten Mitarbeitenden durchgeführt, maßgeblich gelenkt durch den Steuerkreis Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), in dem die Erweiterte Geschäftsleitung, Einrichtungsleitungen, der Betriebsrat, die Schwerbehindertenvertretung, die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt vertreten sind.

Ziel der Befragung war es

  • Informationen über die Arbeitsbedingungen und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden zu gewinnen
  • daraus gemeinsam Maßnahmen für den Abbau von Arbeitsbelastungen und die Förderung des Wohlbefindens zu entwickeln
  • langfristig die Gesundheit, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmotivation der Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern und damit
  • die Qualität der Arbeit weiter zu verbessern.

Alle Mitarbeitenden wurden in einem persönlichen Anschreiben über die Befragung informiert. Ein Berater der BGW erläuterte bei einer Betriebsversammlung anschaulich, was die Erhebung mit Gesundheit zu tun hat: Die Fragen thematisieren sowohl positive Einflussfaktoren für die Gesundheit und die Erhaltung der Ressourcen wie auch negative Stressoren und Risikofaktoren, die Krankheit begünstigen oder verursachen. Informiert wurde zudem über die Auswertung und Darstellung der Ergebnisse, die Ergebnispräsentation und eine mögliche Ableitung von Maßnahmen.

 
Die Auswertung der Fragebögen erfolgte über das unabhängige Institut IGES in Berlin. Die Ergebnisse wurden durch den BGW-Berater aufbereitet und im Rahmen eines eintägigen Workshops allen Leitungskräften und dem Steuerkreis BGM präsentiert. Inhalt des Workshops waren die vertiefte Ergebnisbetrachtung und Überlegungen zur weiteren Bearbeitung. 

Mit einer guten Rücklaufquote von 74,4% haben die Ergebnisse eine sehr hohe Repräsentativität. Interpretiert wurden sie zum einen für Die Ostholsteiner und zum anderen im Vergleich mit anderen Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Hier schneidet Die Ostholsteiner überdurchschnittlich positiv ab. Einzelne Ergebnisse liegen auf dem Niveau des externen Benchmarks „Gruppenbeste“. Herausragend sind insbesondere die Werte bzgl. der Partizipation, der Fort- und Weiterbildung und der allgemeinen Arbeitszufriedenheit.

Im guten Mittelfeld liegt Die Ostholsteiner bei negativen Merkmalen wie Zeitdruck, Überlastung, Überforderung, Defizite der Arbeitslogistik oder Fluktuationsneigung.

 
„Hier sehen wir noch Luft nach oben“, sagte Geschäftsführer Reinhard-Ehmke Sohns, zeigte sich aber besonders wegen der hohen Rücklaufquote sehr zufrieden: „Wir wissen jetzt genau, wo wir schon sehr gut sind und wo wir noch besser werden können. Aus den Ergebnissen werden wir konkrete Schlüsse ziehen und gemeinsam mit den Mitarbeitenden Maßnahmen ableiten.“ Ob die Veränderungen greifen, wird sich in drei Jahren zeigen. Dann soll die Befragung wiederholt werden.

 
Monika Imhäuser
Personalentwicklung