Das Lichtblick Filmtheater in Oldenburg feierte am 6. September 2015 sein zehnjähriges Bestehen

 

Das Jahr 2005 – Heide Simonis verzichtet nach vier Stichwahlen auf ihre Wiederwahl als Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Angela Merkel wird in einer großen Koalition die erste Bundeskanzlerin der Bundesrepublik, George W. Bush wird als Präsident der USA wieder gewählt, der Hurrikan Katrina verwüstet weite Landstriche der USA, Papst Johannes Paul II. stirbt 84-jährig, der UHU ist Vogel des Jahres und in Oldenburg in Holstein geht ein neues Kino an den Start – das Lichtblick Filmtheater.

 

Von Anfang an ist das Kino, dessen Gesellschafter Die Ostholsteiner damals noch Ostholsteiner Behindertenhilfe hieß, als Integrationsunternehmen konzipiert, d.h. dass zwischen 25 und 50 Prozent der Belegschaft Menschen mit Beeinträchtigung sind. Betrieben wird das Kino von der Ostholsteiner Dienstleistungsgesellschaft (OHDG). Weitere Integrationsprojekte von OHDG sind der Garten- und Landschaftsbau, die Gebäudereinigung, der Hausmeisterdienst und das Stadtcafé Oldenburg.

 

Das Kinoprogramm des Lichtblick Filmtheaters besteht aus einer Mischung aus aktuellen Erfolgsfilmen und besonderen und ungewöhnlichen Filmen für ausgewiesene Filmfreunde und ist damit nicht nur bei den Besuchern des Kinos erfolgreich. Im Laufe der Jahre gewinnt es zahlreiche Preise, unter anderen 4x den Landesfilmprogrammpreis und 2x den Bundesfilmprogrammpreis.

 

Auch der technischen Entwicklung wird Rechnung getragen, indem im Jahre 2010 auf digitale Projektionstechnik umgerüstet wird. Das ermöglicht eine Ausweitung des Angebotes, sodass nun auch Opern- und Ballettaufführungen aus aller Welt live auf die große Leinwand übertragen werden, oder auch über die Playstation Computerspiele gespielt werden können.

 

Fotografien von Axel Nordmeier

 

www.lichtblick-filmtheater.de

 

www.ohdg.de