Warum, wann und für wen?

Über das eigene Leben und die eigene Zukunft nachzudenken ist zunächst nichts Verwunderliches. Menschen schmieden und verwirklichen zu unterschiedlichen Lebensphasen fast selbstverständlich selbstbestimmte Lebenspläne.

 

Weil Menschen mit Beeinträchtigungen jedoch häufig nicht die gleichen Möglichkeiten zu einer selbstbestimmten Lebens- und Zukunftsplanung haben wie andere, entwickelte sich in den 1980er Jahren in den USA und Kanada der Ansatz des ‚Person centered planning’  (personenzentriertes Planen). Dieser Ansatz wurde im deutschsprachigen Raum vor mehr als 15 Jahren als ‚Persönliche Zukunftsplanung’ bekannt.
Eine Persönliche Zukunftsplanung kann hilfreich sein bei anstehenden Übergangsprozessen (z.B. Wechsel von der Schule ins Arbeitsleben, Auszug aus dem Elternhaus, Wechsel von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ...) oder bei anderen Veränderungswünschen.
Der Ansatz des personen-zentrierten Denkens nimmt unmittelbar Einfluss auf die Erbringung von Unterstützungsleistungen.
Indem Persönliche Zukunftsplanung gutes Handwerkzeug bietet, um Veränderungen im Leben zu planen und Unterstützung bei diesen Veränderungen zu organisieren, ist die Methode grundsätzlich für alle geeignet, die sich über ihre Zukunft Gedanken machen und Wünsche und Ziele umsetzen möchten.
Dies können Einzelpersonen, aber auch Gruppen und Institutionen sein.


Fortbildungen/Netzwerke zu Persönlicher Zukunftsplanung


Die Ostholsteiner war Mitinitiator und „veränderungsbereite Organisation“ des Inklusionsprojektes „Neue Wege zur Inklusion – Zukunftsplanung in Ostholstein“ sowie Teilnehmerin des europäischen Leonardo-Projektes „New Path do Inclusion“.


Bei Die Ostholsteiner wurden und werden auch weiterhin alle Mitarbeitende in der Begleitung in Persönlicher Zukunftsplanung (PZP) geschult. Regelmäßig finden Einführungsveranstaltungen zur PZP statt.
Zudem ist Die Ostholsteiner Gründungsmitglied des deutschprachigen Netzwerk PZP sowie regelmäßiger Veranstaltungsort der Netzwerktage PZP Norddeutschland.


Innerhalb des Unternehmens haben wir das Persönliche Zukunftsgespräch (PZG) als verkürzte (Teil-)form der PZP fest verankert. Sowohl im Bereich Wohnen, Arbeit wie auch in der beruflichen Bildung finden regelmäßig (i.d.R. jährlich) PZG mit allen Personen, die von uns begleitet werden, statt.