Den Realisierungswettbewerb für das Hotel an der Stadtbucht hat ein dänisches Architekturbüro gewonnen. Ihr „leichter“ Entwurf mit dunklen Ziegeln, viel Holz und Glas hatte bei den Preisrichtern die Nase vorn. Wir von Die Ostholsteiner können unser für Eutin und inklusive Arbeitsplätze so interessantes Projekt jetzt vorantreiben.

 

Im Rahmen eines „nicht-offenen, einphasigen, hochbaulichen Realisierungswettbewerbes mit freiraumplanerischem Anteil“ wurden sechs Architekturbüros geladen, ihre Entwürfe zu präsentieren. Ein 9-köpfiges Gremium bestehend aus Fach- und Sachpreisrichtern, unterstützt durch über 20 weitere Berater, empfahl am Ende einer sechsstündigen Sitzung am 19. Dezember die Gewinner des Wettbewerbs: Der erste Preis ging an das in Kopenhagen beheimatete Büro Wuttke & Ringhof Architekten ApS aus Kopenhagen.

 

Reinhard Sohns, Geschäftsführer von Die Ostholsteiner, war sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Der Sieger-Entwurf strahlt Wärme und Offenheit aus. So wollen wir auch sein: offen für unsere Gäste und für die Eutiner. Alle sind herzlich willkommen.“ Auch die klare und einhellige Zustimmung von Politik und Baufachleuten stimmte ihn und Tim Hupe, den Vorsitzenden des Preisgerichts, positiv: „Alle sechs eingereichten Entwürfe hatten eine hohe Qualität. Die Dänen haben aber eine schlankere, zurückgesetztere Gestaltung und begleiten die Uferpromenade sehr angemessen.“

 

 

Zentraler Bestandteil des Hotelkonzeptes ist die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung in das Mitarbeiter-Team: Von den 25 Angestellten sind 11 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung vorgesehen. Und natürlich ist wie bei allen Neubauten heute Barrierefreiheit ein wichtiges Thema. Ansonsten handelt es sich aber um „ein ganz normales Hotel“, wie Reinhard Sohns betont. 30 der 40 Zimmer des wahrscheinlich im Segment 3-Sterne-superior angesiedelten Hauses haben See- und Schlossblick und sollten als Economy-, Wohlfühl-, Wellness- und Rolli-Zimmer gestaltet werden. Ebenfalls vorgesehen ist ein Wellness-Bereich mit Sauna und Fitnessmöglichkeiten im Dachgeschoss, der auch Nicht-Hotelgästen zur Verfügung steht. Diese sollen auch gern gesehene Gäste im Restaurant mit 50 bis 70 Plätzen sein. Es gibt weiterhin eine Bar, Seminar- und Banketträume für Feiern mit bis zu 80 Personen und eine Terrasse mit weitem Ausblick See und Schloss.

 

 

Im Rahmen der weiteren Realisierung sind nun noch Anpassungen des Siegerentwurfes möglich. Die Gespräche mit den dänischen Planern und Fachleuten sind bereits für Anfang Januar terminiert. Danach muss der Bebauungsplan durch die Stadt finalisiert werden. Fachleute schätzen die Bauzeit bis zur Eröffnung auf etwa 2,5 Jahre ein, idealerweise wäre noch 2019 Baubeginn.