Eine jahresbegleitende Aktion von Die Ostholsteiner stellt die Kommunikation mit Hilfe von Gebärden in den Mittelpunkt. Peu à peu sollen einfache Gebärden dazugelernt werden – mit Hilfe von aushängenden Plakaten und idealerweise durch regelmäßige Übung in den verschiedenen Gruppen.

 

Kommunizieren ist ein Grundbedürfnis der Menschen: Sich verständlich machen, Gefühle ausdrücken, Informationen teilen. Daher haben alle Menschen ein Recht auf Kommunikation. Vieles wurde schon im unternehmensinternen Qualitätszirkel „Unterstützte Kommunikation (QZ-UK)“ angeschoben: zum Beispiel die Türschilder mit Metacom-Bildsymbolen in Wohnhäusern, Werkstätten und sonstigen Einrichtungen. Auch computer-unterstützte „Talker“ können ein wesentlicher Zugang zu und für Personen sein, die nichtsprechend oder sprachlich stark eingeschränkt sind. Aus dem Bereich der Gehörlosigkeit bekannt ist die Gebärdensprache. Gebärden stellen eine weitere Möglichkeit zur aktiven Teilhabe am Leben in der Gesellschaft dar.

Die Ostholsteiner wollen jetzt diese Form der Kommunikation mit einem unternehmensweiten Prozess unterstützen. Eine Plakat- und Übungskampagne soll das Bewusstsein darüber schärfen und zugleich Startsignal für die Verbreitung und Nutzung von Gebärden sein. Zwei Bewohnerinnen und Mitarbeitende von Die Ostholsteiner stellten sich als „Models“ für die Gebärden zur Verfügung, die weitere Bearbeitung der grafischen Hilfsmittel hat die Werkstatt in Schwentinental übernommen. Das Ergebnis kann sich im wahrsten Sinne des Wortes „sehen lassen“:

 

  • Die A2-großen Übersichts-Plakate mit den Gebärden hängen seit Januar gut sichtbar an zentralen Stellen der Einrichtungen von Die Ostholsteiner aus. Sie sollen dazu anregen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und mitzumachen.

 

  • Um das zu erleichtern, gibt es das Jahr über immer zu Beginn eines neuen Monats im Unternehmen die „Gebärden des Monats“. Einzelne, teilweise zusammenhängende Gebärden werden herausgehoben und neben das Übersichts-Plakat gehängt, in Teambesprechungen, Morgenrunden und bei Übergaben eingeübt und so an Werkstattmitarbeitende, Bewohner/-innen usw. weitergegeben.

 

  • Die Plakate werden auch anderen Institutionen wie Sozialeinrichtungen, Bibliotheken, Volkshochschulen, Verwaltungen usw. zur Verfügung gestellt, so dass über Die Ostholsteiner hinaus ein gemeinsames Lernen stattfinden kann.

 

  • Eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit erfolgt.


Die verwendeten Gebärden entsprechen der Deutsche Gebärdensprache (DGS), die von mehreren Gebärdensprachen die in Deutschland am weitesten verbreitete ist. Sie wird auch an den Förderzentren und in anderen Einrichtungen in Ostholstein genutzt.

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